Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Schenkungen

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Dienettedame
25.03.2014, 20:34
Hallo,

meine Frage bezueglich von Schenkungen lautet folgendermassen. Meine Eltern verkauften 1989 ihr Eigenheim und zogen in eine Mietwohnung. Von dem Hausverkauf ueberwiesen sie einen Teil des Geldes 34.000 DM an mich und meine Familie in den USA. Mein Vater verstarb 1991 und 1998 musste meine Mutter aufgrund eines Oberschenkelhalsbruchs in ein Altersheim uebersiedeln. Im Jahr 2004 ueberwies sie insgesamt 16.400 Euro on uns. Das Geld stammte von einer Erbschaft der Seite meines Vaters. Mitte des Jahres 2008 war auf einmal nicht mehr genuegend Geld auf dem Bankkonto meiner Mutter um die Heimkosten durch ihre Rente und Angespartes zu decken. Dies beruhte teils auf der Tatsache, dass die Heimkosten ueber die Jahre gestiegen waren und sie auch oft Bargeld abhob um andere Leute damit zu beschenken. Bis das Heim merkte was sich abspielte, war sie bereits 3.500 Euro verschuldet. Das Sozialamt sprang ein und wendete sich folglich an mich. Aufgrund der Wirtschaftskrise 2007/08 hatte ich meinen Job verloren und das Gehalt meines Mannes war auch gekuerzt worden. Mein Mann und ich liegen auf jeden Fall unter der 2.880 Euro Selbstbeibehaltgrenze. Meine Mutter starb im Januar dieses Jahres. Es bestand keinerlei Erbgut (Vermoegen, Versicherungen, Grundstuecke etc.). Ich bin nach Deutschland geflogen und habe die Beerdigungskosten beglichen. Wieder in den USA flog mir ein Brief vom Sozialamt ins Haus worin nach eventuellem Erbe gefragt wurde. Man teilte mir auch mit dass zum Todestag meiner Mutter 2.600 Euro auf ihrem Konto waren, welche das Amt sofort einziehen wuerde. Laut des Briefes hatte das Sozialamt Auslagen von 11.500 Euro von 2008 -2014. 4.000 Euro habe ich davon beglichen (das Meiste vor 4 Jahren) Nun fordern sie die restlichen 7.500 Euro aufgrund der Schenkungen. Was ist mit den 2.600 die sie bereits eingezogen haben und musste der Betreuer nicht Gelder fuer eine Beerdigung zuruecklegen? Dergleichen muesste ja von den 7.500 Euro abgezogen werden oder nicht?

Ich waere sehr dankbar fuer eine Antwort auf meine Fragen. (Wenn meine Mutter mir die Gelder in die Hand gedrueckt haette, dann bestaende ueberhaupt kein 'papertrail')

Vielen Dank im voraus!


marhin
26.03.2014, 13:24
zum Zeitpunkt des Einsetzens der Sozialhilfe hatte das Sozialamt die rechtliche Möglichkeit, sämtliche Schenkungen der letzten 10 Jahre zurückzufordern
also nicht nur von Tochter

ist das soweit geschehen?

meine Vermutung, nein

die gezahlten 4000 €, beziehen die sich auf Elternunterhalt oder auf Rückforderung von Geschenken?

die verbliebenen 2600 € gehörten zu Lebzeiten der Mutter zu ihren Schonvermögen, heute zum Erbe
§ 102 SGB XII

vom Nachlass, s. Betreuer, sind die Nachlassverbindlichkeiten abzuziehen

der Erbe haftet aus § 102 SGB XII nur bis zur Höhe des Rest-Nachlasses


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