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Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Ehefrau verdient mehr & Bewohner Eigenheim

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Luna76
01.05.2017, 10:08
Hallo,

wir werden aktuell geprüft, da der Vater meines Mannes unterstützt werden soll. Ich habe hierzu ein paar Fragen:

- mein Mann verdient wesentlich weniger als ich, 930,- netto zu 2650,- netto. Hat dies Auswirkungen ? Alleine könnte er seinen Vater ja gar nicht unterstützen.

- wir wohnen in einem eigenen Haus, die eine Hälfte wird noch lange an die Bank abgezahlt, in der anderen Hälfte wohnt mein Vater, er hat uns seine Hälfte überschrieben und dafür lebenslanges Wohnrecht - wird dies dann bei dem Wohnwert berücksichtigt ?

- mein Mann hat keinen Kontakt zu seinem Vater und wir haben einen Kredit aufgenommen, lt. Amt nach Heimunterbringung des Schwiegervaters, was wir aber nicht wussten. Wir haben jedoch auch keinen neuen Kredit aufgenommen sondern einen bestehenden umgeschuldet. Die Raten sind aufgrund einer Kreditversicherung etwas höher, aber zumindest die alte Ratenhöhe sollte doch akzeptiert werden ?

Eine letzte Frage habe ich- wir haben bisher keinen Anwalt eingeschaltet- aber aktuell kommen die Prüfungen des Amtes und Nachfragen. Es liegt jedoch noch kein Bescheid vor. Sollten wir jetzt bereits einen Anwalt einschalten, der alle Unterlagen und unserer Angaben überprüft, oder den Bescheid abwarten ?

Danke für Eure Hilfe !

Lena
fridolin
01.05.2017, 13:48
Sollten wir jetzt bereits einen Anwalt einschalten, der alle Unterlagen und unserer Angaben überprüft, oder den Bescheid abwarten ?
---
Ich würde erst mal abwarten.
Anwalt kostet nur und nicht jeder Anwalt kennt sich wirklich mit EU aus.
fridolin
01.05.2017, 13:55
mein Mann verdient wesentlich weniger als ich, 930,- netto zu 2650,- netto. Hat dies Auswirkungen ? Alleine könnte er seinen Vater ja gar nicht unterstützen.
---

Grundsätzlich hat das Auswirkungen, d.h. jedoch nicht, dass nichts gezahlt werden muss.

Wie sieht denn die gesamte Situation aus?

Brutto-, Nettoeinkommen des UHP?
Brutto-, Nettoeinkommen der Ehefrau?
Alter UHP?
Alter Ehefrau?
Sind Kinder vorhanden? Alter?

Wie hoch sind die Immobilienschulden?
Wie hoch sind sonstige Verpflichtungen?

Wieviel qm hat die selbstbewohnte Hälfte der Immobilie?
Welche Miete müsste man zahlen, wenn man die selbstbewohnte Hälfte mieten müsste?




fridolin
01.05.2017, 13:58
Die Raten sind aufgrund einer Kreditversicherung etwas höher, aber zumindest die alte Ratenhöhe sollte doch akzeptiert werden ?
---
Die alte Rate müsste auf jeden Fall akzeptiert werden.
Bei der nicht pflichtigen Ehefrau auch der Anteil der neuen Raten, die auf sie entfällt. Ich würde den Anteil nach Einkommen quotieren.
fridolin
01.05.2017, 14:02
wird dies dann bei dem Wohnwert berücksichtigt ?
---
M.E. ja.
Der vom Vater bewohnte Teil darf m.E. nicht zur Bestimmung des Wohnwerts heran gezogen werden.

Wenn die Behörde nicht mitspielen sollte, würde ich es diesbezüglich auf eine Klage ankommen lassen.
Luna76
03.05.2017, 08:08
Zunächst einmal Danke, Fridolin !

Grob gesagt ist es so, dass ich 40 bin, mein Mann 49. Ich verdiene 2650,- netto, mein Mann 650,- netto Erwerbsunfähigkeitsrente plus 250,- aus einem Nebenjob.

Die "alte" Kreditrate lag bei ca. 550,-, für das Haus haben wir eine monatliche Rate von 600,-. Zusätzlich habe ich Fahrtkosten in Höhe von 180,-. Und hinzu kommen die Kosten an die Stadt bzgl. Haus, das sind ca. 300,- EUR/Monat.

Das Haus ist ca. 120qm² gross, mein Vater bewohnt mindestens die Hälfte.

Wir haben sogar ein Hausgutachten vorliegen, in dem unter dem Ertragswert die Nettokaltmiete aufgeführt wird.

Ich hoffe, das hilft etwas weiter. Deine Tipps haben uns schon sehr geholfen, wir warten jetzt erstmal den Bescheid ab und schauen dann einmal...

fridolin
03.05.2017, 13:45
Bei einem Netto der Ehefrau von 2650 gehe ich von einem Brutto von ca. 4000 EUR aus. Die Ehefrau könnte max. 10% ihres Brutto (400 EUR) für ihre sekundäre Altersvorsorge sparen.

Wenn das anerkannt werden soll, müsste das Geld monatlich tatsächlich auf ein Konto fließen. Pauschal geht nichts. Tagesgeldkonto genügt. Wenn nicht bereits ein solches Konto vorhanden ist, sollte es angelegt werden und das Geld monatlich auf dieses Konto überwiesen werden. Text: Sekundäre Altersvorsorge. Mit der Altersvorsorge kann jederzeit begonnen werden.

Auch der UHP kann ca. 5% seines Brutto für seine Altersvorsorge anlegen. Das gilt bis zum regulären Rentenalter.

Das Hausgutachten würde ich mal außen vor lassen. Für die Berechnung des Wohnwertes ist die Mietersparnis maßgebend. Auszugehen ist von einer Miete, die man für diese 60qm selbst bewohnte Wohnung zu zahlen hätte, wenn man sie anmieten würde.

Ich gehe davon aus, dass hier kein Wohnvorteil ins Spiel gebracht werden kann.

Bei einer bewohnten Fläche von ca. 60 qm müsste der qm-Preis mehr als 9 EUR/qm betragen, um bei einer monatlichen Belastung von 550 EUR auf einen positiven Wohnvorteil zu kommen.

Ich gehe davon aus, dass kein EU gefordert werden kann, wenn die Ehefrau mindestens 200 EUR monatlich für ihre Altersvorsorge spart.

Wenn die Altersvorsorge noch nicht mitgeteilt wurde, dann kann man das nachholen. Die Ehefrau könnte ihre Altersvorsorge jederzeit aufstocken, falls das nötig sein sollte.

Sollte das doch der Fall sein, dann einfach noch mal mit den entsprechenden Fakten und Daten posten.





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