Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Forum Elternunterhalt >> Elternunterhalt >> seit 1,5 Jahren - Unterhaltsprüfung

Thema: seit 1,5 Jahren - Unterhaltsprüfung

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Julia90
23.11.2016, 07:41
Hallo,

ich habe vor 1,5 Jahren dem Landratsamt meine Vermögensverhältnisse offengelegt, wegen Elternunterhaltsforderungen, ich frage regelmäßig nach, wann sie denn endlich mal zu einer Entscheidung kommen. Für mich ist das unterträglich, was kann man tun, damit der Prozess beschleunigt wird?

Viele Grüße

Julia

Julia90
23.11.2016, 07:43
Kann man hier auch mit rechtlichen Schritten drohen? Weil es sehr stark an meine Nerven zerrt, da meine Kindheit durch meinen Vater gelinde gesagt sehr negativ geprägt ist und ich seit vielen Jahren in psychologischer Behandlung bin.
marhin
23.11.2016, 09:18
ein Unterhaltspflichtiger sollte selber wissen, ob er leistungsfähig ist oder nicht, wenn ja, in welcher Höhe, dazu benötigt er nicht die Berechnungen des Sozialamts

wenn ein Unterhaltspflichtiger dies nicht weißt, dann sollte er die Finger davon lassen, und das Thema einem Fachmann, sprich Anwalt überlassen

im übrigen ist dies keine "Entscheidung" sondern nur eine "Idee" seitens des Sozialamts, ausschließlich aus deren Sicht

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wenn Sozialamt länger als ein Jahr benötigt um eine Forderung vorzulegen, dann ist die Forderung nur für die letzten 12 Monate möglich, für die Zeit davor kann keine Forderung mehr gestellt werden, nennt sich zeitliche Verwirkung

wenn jedoch der Unterhaltspflichtige selber nachfragt, dann zieht die zeitliche Verwirkung nicht mehr, dann hat sich der Unterhaltspflichtige selber eine Falle gestellt
darum, nie nachfragen
marhin
23.11.2016, 09:40
nur wer über ausreichende Kenntnisse im Unterhaltsrecht verfügt und eine gewisse Nervenstärke besitzt, sollte den Schriftverkehr mit dem Sozialamt selber führen
Julia90
23.11.2016, 11:01
Die Schreiberei ist kein Problem, nur zerrt die Warterei, ob ich auf Grund der außergewöhnlichen Umstände in meiner Kindheit überhaupt zahlen muss. Es geht nicht um die höhe des Betrags.

Meine Geschwister werden von Anwälten vertreten und die warten auch schon seit über einem Jahr auf die Entscheidung ob sie nun zahlen müssen, oder nicht. Es hilft also kein Anwalt um seine Nerven zu schonen.
marhin
23.11.2016, 11:04
Meine Geschwister werden von Anwälten vertreten und die warten auch schon seit über einem Jahr auf die Entscheidung ob sie nun zahlen müssen, oder nicht. Es hilft also kein Anwalt um seine Nerven zu schonen.

............................

ob Unterhaltspflichtige zahlen müssen, sollten Anwälte wissen

wenn ein Anwalt auf die "Entscheidung" wartet, dann würde ich den Anwalt wechseln
Julia90
23.11.2016, 11:24
Ja, offensichtlich gibt es nur wenige gute Anwälte. Welcher wäre im Raum Stuttgart zu empfehlen?
Julia90
23.11.2016, 11:25
Danke für Deine Tipps!
fridolin
23.11.2016, 11:55
ich frage regelmäßig nach, wann sie denn endlich mal zu einer Entscheidung kommen.
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Man sollte m.E. niemals nachfragen. Die Zeit spielt für den UHP. Wenn das SA untätig bleibt dann sind alle Ansprüche verwirkt, die länger als 12 Monate zurück liegen.

Selbst die die kürzeste Antwort des SA "Wir arbeiten noch daran" würde diese Verwirkung wieder aufheben und die Zeit beginnt neu.
fridolin
23.11.2016, 11:58
wann sie denn endlich mal zu einer Entscheidung kommen
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Entscheidung ist nicht der richtige Terminus. Forderung wäre besser. Wenn man bedenkt, dass über 50% aller Forderungen definitiv zu hoch ausfallen, wäre ein UHP gut beraten, diese Forderung von einem Fachkundigen überprüfen zu lassen.
fridolin
23.11.2016, 12:00
da meine Kindheit durch meinen Vater gelinde gesagt sehr negativ geprägt ist und ich seit vielen Jahren in psychologischer Behandlung bin.
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Negativ geprägt ist ungenau.
Darunter kann man sich nichts vorstellen.

Bei grobem Fehlverhalten eines Elternteils könnte man auf Verwirkung nach §1611 BGB plädieren.

Wenn die psychologische Behandlung Folge eines Fehlverhaltens des Vaters sein sollte, dann sollte man mal darüber nachdenken.
Julia90
23.11.2016, 12:39
Sollte das Amt ihre Forderungen tatsächlich geltend machen wollen werde ich definitv einen Anwalt zuziehen, denn dann geht die Sache vor Gericht.

Grobe Fehrlverhalten waren definitiv dabei.
Julia90
23.11.2016, 12:40
...dies wurde auch von meinem Psychologen bestätigt. Wegen meiner schlimmen Kindheit die ich durch ihn hatte, bin ich ja auch in Behandlung. Details möchte ich hier nicht nennen.
fridolin
23.11.2016, 13:22
Grobe Fehlverhalten waren definitiv dabei.
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Nicht jedes Verhalten, dass man heute als grobes Fehlverhalten beurteilen würde, würde von einem Gericht als solches bewertet werden, wenn es in der Vergangenheit lag.

Schläge z.B. wurden in der Vergangenheit durchaus als geeignete Erziehungsmethode betrachtet.

Hinzu kommt, dass ein UHP ein grobes Fehlverhalten beweisen muss.

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