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Thema: Verwertung einer Immobilie mit Wohnrecht

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Zerzal
28.07.2016, 15:05
Hallo liebe Forengemeinde,

ich würde mich über einige Meinungen oder Vorschläge zu folgendem Thema freuen.

Meine Mutter (65 Jahre) musste aufgrund einer frühen Demenzerkrankung mit Pflegestufe 2 in ein Pflegeheim ziehen.

Da meine Mutter wenig Geld hatte, habe ich ihr vor einigen Jahres bereits ihre Immobilie abgekauft und ihr dafür ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Leider haben wir damals versäumt, eine Regelung bei dauerhaftem Aufenthalt in einem Pflegeheim zu vereinbaren. Das Wohnrecht ist nun fester Bestandteil meiner Immobilie.

Das Pflegeheim wird durch den Landkreis mittels "Hilfe zur Pflege" unterstützt. Ich bin lt. Berechnung des Landkreises trotz meiner Immobilie nicht unterhaltsfähig und muss nichts beisteuern.

Aufgrund meiner lebensumstände würde ich das Haus nun gern verkaufen und in Zukunft zur Miete wohnen. Der Landkreis verlangt jedoch (zurecht) aufgrund des geringen Alters meiner Mutter einen immensen Betrag für das Wohnrecht.

Wert der Immobilie vielleicht 70 TEUR, Wohnrecht soll 29 TEUR kosten. Ich möchte ungern auf 40 % des Verkaufserlöses verzichten - vor allem, da das Haus noch mit einem Darlehen belastet ist und dann praktisch nichts übrig bleibt. Ich hätte dann viele Jahre ein Haus abbezahlt und im endeffekt nicht mal die Kreditraten zurück.

Alternativ könnte das Haus inkl. Wohnrecht verkauft werden. Jedoch findet man hier jemanden der trotzdem einen akzeptablen Wert zahlt?!


Vielleicht hat hier noch jemand eine Idee wie ich mit dem Haus verfahren könnte.

fridolin
28.07.2016, 18:03
Wohnrecht soll 29 TEUR kosten.
---
Ob das richtig ist???

Um das zu beurteilen müsste man den genauen Wortlaut des vom Notar beurkundeten Wohnrechts kennen.
Zerzal
29.07.2016, 12:59
Die Berechnung ist grundsätzlich korrekt.

Im seinerzeitigen Kaufvertrag wurde der Wert des Wohnrechts anhand einer hypothetisch zu erzielenden Miete berechnet. Auf diese Berechnungsgrundlage stützt sich der Landkreis.

Theoretische Miete für das Objekt: 600 EUR/mtl. (realistisch)
ansatz der Hälfte zur Wohnrechtberechnung: 300 EUR / mtl.

Sind im Jahr 3600 EUR. Der Landkreis kam mir bereits entgegen und berechnet das Wohnrecht nicht anhand der statistischen Lebenserwartung einer 65-Jährigen sondern anhand einer hypothetischen Lebenserwartung von 10 Jahren seit bekannt werden der Demenz. 3600 x ca. 8 Jahre = 29.000 EUR

Den Wortlaut des Vertrages:
Der Käufer gewährt der Verkäuferin, ... , ein lebenslängliches Wohnrecht gemäß § 1093 BGB an sämtlichen Räumen des Hauses nebst Garage, Boden, Keller und Waschküche.

Den Jahreswert des Wohnrechtes gaben die Beteiligten an mit € 3.600,00.

Schuldrechtlich wird vereinbart, daß das Wohnrecht unentgeltlich ist, die Wohnrechtsberechtigte jedoch die Verbrauchskosten, der jeweilige Eigentümer alle anderen Nebenkosten zu tragen haben.

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