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Thema: Anerkennung von Hypothek auf Zweitimmobilie?

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Speckbulle
15.05.2016, 09:54
Hallo,

vorab ich gehe hier von arbeitenden Unterhalspflichtigen aus (keine Rentner) und nätürlich ist die Konstallation so vor der Rechtswahrungsanzeige entstanden.

ich lese oft und auch im Elternunterhaltsrechner das Zins und Tilgung für die "SELBSTGENUTZTEN" Immobilie eingesetzt werden sollen/können.

Wie ist das mit einer Zweitimmobilie wie nem Ferienhaus, welches komplett auf den Unterhaltspflichtigen läuft?
Wird dort auch die Hypothek komplett abzugsfähig fürs bereinigte Einkommen anerkannt?


Wäre dann folgende Beispielrechnung korrekt.

650 € Mieteinnahmen
-900 € Kreditrate (Zins & Tilgung)
-------------------------------------
-250 €

Heisst das bereinigte Einkommen würde um 250 € sinken, da Haus noch verschuldet.

Zum Hausverkauf habe ich bei Euch mal erfahren, kann das Amt wohl nicht drängen, da die Immobilie belastet ist und damit anrechenbares Einkommen erzielt wird, wenn auch im Moment noch nicht positiv wegen dem Kredit.

Vielen Dank im Vorraus

Speckbulle



fridolin
15.05.2016, 10:28
ich lese oft und auch im Elternunterhaltsrechner das Zins und Tilgung für die "SELBSTGENUTZTEN" Immobilie eingesetzt werden sollen/können.
---
So ist es.
Eine selbstgenutzte Wohnung hat einen Wohnwert = ersparte Miete.
Gegengerechnet werden Zins und Tilgung.

Wohnwert - Zins/Tilgung = Wohnvorteil.

Der kann positiv oder negativ sein.
fridolin
15.05.2016, 10:30
Wie ist das mit einer Zweitimmobilie wie nem Ferienhaus, welches komplett auf den Unterhaltspflichtigen läuft?
Wird dort auch die Hypothek komplett abzugsfähig fürs bereinigte Einkommen anerkannt?
---

Ganz sicher nicht.
Eine Ferienwohnung ist keine selbstbewohnte Immobilie. Sie gehört eher zur Freizeitgestaltung, ist also aus dem Selbstbehalt zu finanzieren.

Es könnte sogar sein, dass der Wert der Ferienwohnung dem Vermögen zugeschlagen wird und man ggf. EU aus Vermögen zahlen muss.
fridolin
15.05.2016, 10:33
Vielleicht habe ich zu schnell geantwortet.

Wenn das Ferienhaus vermietet wird und Einkommen generiert, dann könnte es nicht verwertbares Vermögen darstellen, je nachdem ob dieses Einkommen benötigt wird um den eigenen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten.


fridolin
15.05.2016, 10:36
Wäre dann folgende Beispielrechnung korrekt.

650 € Mieteinnahmen
-900 € Kreditrate (Zins & Tilgung)
-------------------------------------
-250 €

Heisst das bereinigte Einkommen würde um 250 € sinken, da Haus noch verschuldet.
---

Ich glaube nicht, dass irgendein SHT das akzeptieren würde.
Ein Ferienhaus, dass unter dem Strich ein Minus ein bringt, wird sicher nicht benötigt, um einen angemessenen Lebensstandard zu garantieren.
Speckbulle
15.05.2016, 10:53
Was ist dann mit der Hypothek?
Heisst das es wird nichts nicht 1 cent der Kreditrate abgezogen bei der Berechnung des bereinigten Einkommens?

Man hört doch sonst das für jeden Mist, Autos etc. der Kredit als Schulden angerechnet wird wenns ums bereinigte Einkommen geht?

Wieso Ist das bei der Hypothek auf die Zweitimmobilie nicht so?

MfG

Speckbulle
Speckbulle
17.05.2016, 16:30
Hab folgendes gefunden
Also,

gängig ist es wohl so:
Werden wohl immer die Zinsen anerkannt, sowie ein Teil der Tilgung sofern wenn man Diese als Altersvorsorge einsetzt bis zu den üblichen 5% des Brutto.

Nach dem Auszug unten sollte die Tilgung sogar in Höhe der Mieteinnahmen berücksichtigt werden können nur nicht darüber hinaus.

----------------------------
Kredite, die zur Finanzierung einer selbst genutzten Wohneinheit aufgenommen wurden, können immer in voller Höhe in Abzug gebracht werden, und zwar Zins- und Tilgung. Diese reduzieren den Wohnvorteil entsprechend. Anders sieht dies bei Renditeobjekten aus. Soweit das vermietete Objekt fremdfinanziert wurde, können grundsätzlich nur die Zinsen und nicht die Tilgungsleistungen in Abzug gebracht werden, da letztere der Vermögensbildung dienen.

Allerdings stehen den Tilgungsleistungen Einkünfte in Form von Mieteinnahmen gegenüber, die ohne die Tilgungsanteile nicht fließen würden. Daher wird in der Rechtsprechung – zu Recht – die Auffassung vertreten, dass zumindest in Höhe der Mieteinnahmen Tilgung und Zinsen abzugsfähig sind. Allerdings können keine Verluste aus Vermietung und Verpachtung dem Elternunterhalt entgegen gehalten werden.

Quelle: kanzlei-baranowski

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MfG

Speckbulle


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