Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Was passiert wenn man das Haus der Eltern kauft?

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Thorsten
12.05.2016, 20:16
Hallo,
ich habe schon so einiges hier gelesen und hab auch schon viele Verwandte Themen gesehen. Allerdings bleiben ein paar Fragen immer offen. Es wäre nett wenn mir jemand bei meiner Situation helfen kann.

Es geht darum das mein Elternhaus, aktuell noch ein Einfamilienhaus mit kleiner Mietwohnung und einem keinem Handwerksbetrieb, evtl. bald an das Sozialamt geht weil der Vater (55j) bald Pflegebedürftig werden könnte.

Unser Plan war es das ich, der Sohn, das Haus übernehme und wir das Haus erweitern so das meine Eltern im Alter angenehmer Wohnen können und ich (ggf. mit einer Frau und ggf. Kindern) in der bestehenden Wohnung einziehen kann. Die Mietwohnung bleibt zusätzlich erhalten, also 3 Parteien in einem zusammenhängenden Gebäude auf einem Grundstück und mit dem Kleingewerbe das spätestens mit dem Renteneintritt (Ob Berufsunfähigkeit oder Altersrente spielt denke ich weniger die Rolle) des Vaters abgemeldet wird.

Wichtig ist uns aber auf jeden Fall das das Haus/Grundstück nicht weg geht, es steckt einfach zu viel Herzblut in allem.

Frage 1: Wie verhält es sich wenn ich meinem Vater das Haus abkaufen würde und im selben Zug einen Anteil an meine Schwester zahle als Ausgleich. Z.B. 120000€ für das Haus und nochmal 30000€ an die Schwester. Kann das Sozialamt mein nun gekauftes Haus berühren wenn der Vater einen Teil des erzielten Geldes z.B. 80000€ in den Bau meines gekauften Hauses, auf folglich meinem Grundstück, steckt?

Ich hab da mal was von Eigentumsrecht gehört, die folgenden Zeilen sind aus Wikipedia kopiert:
Verbindung beweglicher Sachen mit unbeweglichen Sachen
Wenn eine bewegliche Sache so mit einem Grundstück verbunden wird, dass sie zu einem wesentlichen Bestandteil wird, so verliert der Eigentümer der beweglichen Sache sein Eigentum nach § 946. Auf einem Grundstück befindliche Gebäude, die mit dem Grundstück fest verbunden sind, gehören folglich immer dem Eigentümer des Grundstücks.

Frage 2: Würde das die 80000€ von meinem Vater vor dem Sozialamt schützen?

Frage 3: Ebenso wenn er seine noch bestehenden Schulden mit den restlichen 40000€ tilgen würde?

Frage 4: Den Marktwert des gesamten Grundstücks würde ich auf so 180000 € schätzen, aber durch die ganze Aktion, will ich meinen Eltern ein Wohnrecht einräumen lassen sofern dies durch den Kauf oder einfach so geht? Dies würde ja auch den Marktwert drücken. Andern falls wäre auch ein Stillschweigendes und nicht beurkundetes Wohnrecht möglich sein, da ich meinen Eltern nicht in den Rückenfallen werde. Was ist also besser Wohnrecht einräumen lassen oder nicht, wenn ja geht das auch ohne zu Erben?

Sollte jemand noch gute Anmerkungen haben nur her damit, ich kann jeden Ratschlag gut gebrauchen.

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.
marhin
12.05.2016, 22:09
die Eltern bekommen durch den Verkauf einen Haufen Geld, deswegen benötigen sie keine Sozialhilfe

zu gut Deutsch, das Sozialamt ist draußen vor

erst wenn das Einkommen und Vermögen nicht mehr ausreichend ist, aus welchem Grund auch immer, könnte das Sozialamt wieder ins Spiel kommen
fridolin
12.05.2016, 23:37
Es geht darum das mein Elternhaus, aktuell noch ein Einfamilienhaus mit kleiner Mietwohnung und einem keinem Handwerksbetrieb, evtl. bald an das Sozialamt geht weil der Vater (55j) bald Pflegebedürftig werden könnte.

Unser Plan war es das ich, der Sohn, das Haus übernehme und wir das Haus erweitern so das meine Eltern im Alter angenehmer Wohnen können und ich (ggf. mit einer Frau und ggf. Kindern) in der bestehenden Wohnung einziehen kann. Die Mietwohnung bleibt zusätzlich erhalten, also 3 Parteien in einem zusammenhängenden Gebäude auf einem Grundstück und mit dem Kleingewerbe das spätestens mit dem Renteneintritt (Ob Berufsunfähigkeit oder Altersrente spielt denke ich weniger die Rolle) des Vaters abgemeldet wird.
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Der Fall ist nicht so ganz durchsichtig.

Ich nehme an, das Haus gehört dem Vater bzw. den Eltern, die in dem Haus wohnen. Eine Wohnung ist vermietet. Der Vater hat zur Zeit Einkommen aus selbständiger Tätigkeit und aus der Vermietung der Wohnung.

Unklar ist:

Warum wird erwartet, dass der 55j Vater bald pflegebedürftig sein wird?
Warum wird erwartet, dass dann das Sozialamt einspringt?

Das Haus soll ausgebaut werden, damit die Eltern im Alter angenehmer wohnen können. Wenn man das liest, geht man nicht von einer bevorstehenden Pflegebedürftigkeit aus.
Thorsten
13.05.2016, 11:03

Ich nehme an, das Haus gehört dem Vater bzw. den Eltern, die in dem Haus wohnen. Eine Wohnung ist vermietet. Der Vater hat zur Zeit Einkommen aus selbständiger Tätigkeit und aus der Vermietung der Wohnung.
- Das ist soweit richtig.

Warum wird erwartet, dass der 55j Vater bald pflegebedürftig sein wird?

Auf Grund seiner Krankheit COPD 4,besser wird es nicht mehr, Schwerbehindert ist er schon mal.

Warum wird erwartet, dass dann das Sozialamt einspringt?

Es ist doch richtig das das SA zuerst die Gelder des Vaters verschlingt dann das der Mutter und dann an die Kinder geht bzw. Eltern des betroffenen falls noch vorhanden. Da meine Eltern im Pflegefall nur das Haus und die Mieteinnahmen + die Erwerbsminderungsrente haben sind die ganzschön arm dran. Die Mutter arbeitet zwar aktuell als 400€ Kraft aber im Pflegefall wird das wohl beendet.

Defakto wird sich am Haus bedient und futsch ist es. - Das wollen wir nicht.

Ich hoffe ich habe die Fragen richtig verstanden.

marhin
13.05.2016, 13:39
Frage 1: Wie verhält es sich wenn ich meinem Vater das Haus abkaufen würde und im selben Zug einen Anteil an meine Schwester zahle als Ausgleich. Z.B. 120000€ für das Haus und nochmal 30000€ an die Schwester.
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der Wert steht ausschließlich den Eigentümern zu, also den Eltern, das Sozialamt wird entsprechende Ermittlungen einleiten


Geschenke an die Schwester sind innerhalb von 10 Jahren nach Übergabe des Geschenks an Schwester an das Sozialamt zurückzuzahlen, §§ 528 BGB

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