Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Frage zur Berechnung

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Stuwo
01.04.2016, 23:11
Frage zu Selbstbehalt
Nettoeinkommen 2450
Abzüglich Beiträge für Versicherungen
Pkv: 170
Dienstunfähigkeit: 110
Unfall: 50
Altersvorsorge, 5% vom brutto
147
Berufsbedingt Fahrtkosten:
27
Reinigung und Beschaffung Dienstkleidung:
70
Mitgliedschaft Gewerkschaft 20

Kindsunterhalt bei nicht verheirateten Paar in gemeinsamer Wohnung zur Miete
386 Euro abzüglich 190 Euro Kindergeld, entspricht 98 Euro, richtig?

Gesamt: 692
Abgezogen von 2450
1758

Wäre diese Rechnung so korrekt ?

Was ist mit Kfz Steuer und Kfz Versicherung?
Auch anrechenbar?

Können für das Kind noch weitere Beträge geltend gemacht werden?Sparbuch, für die Zukunft des Kindes?

Vielen Dank vorab schon mal für die Infos
fridolin
02.04.2016, 11:22
Ich will erst noch mal auf den parallelen Thread ansprechen.
----

Wenn es tatsächlich zweifelhaft ist, ob es sich um den Vater handelt, dann kann man die Auskunft verweigern.

Einfach schreiben:

Ich bestreite, dass es sich bei der Person XY um meinen Vater handelt.
Aus diesem Grund verweigere ich jedwede Auskunft.

Anbei in Kopie meiner Abstammungsurkunde.
Stuwo
02.04.2016, 11:57
Hallo,
meinst du es ist noch immer möglich wie du es beschrieben hast zu machen ?
Habe in dem Schreiben schon einen Kontakt bis zum zweiten Lebensjahr angegeben, danach nicht mehr. Und auch, dass eine Unterhaltsschuld aus den Unterlagen von früher hervorgeht.
fridolin
02.04.2016, 13:33
Habe in dem Schreiben schon einen Kontakt bis zum zweiten Lebensjahr angegeben, danach nicht mehr. Und auch, dass eine Unterhaltsschuld aus den Unterlagen von früher hervorgeht.
----
????
Das war vielleicht etwas voreilig, aber
welches 2-jährige Kind erinnert sich an den Vater?

Ich würde mal zum Standesamt und die Eintragungen ansehen.
Was ist standesamtlich vermerkt.
Nur das zählt.

Stuwo
02.04.2016, 13:41
In dem Schreiben habe ich aber geschrieben, dass ich nicht bestätigen kann, dass es sich um den Vater/Erzeuger handelt.

Ist also ein Unterschied zwischen abstammungsurkunde und dem was auf dem Amt vermerkt ist ?
fridolin
02.04.2016, 15:12
Ist also ein Unterschied zwischen abstammungsurkunde und dem was auf dem Amt vermerkt ist ?
--
Bei Abstammungsurkunde bin ich nicht so sicher.
Am besten beim Standesamt nachfragen und Geburtsurkunde verlangen.

Egal was dann dabei herauskommt, man könnte auf jeden Fall unbillige Härte geltend machen, vor allem wenn es noch Belege dafür gibt, dass er nicht gezahlt und keinen Kontakt gesucht hat.

Lebt die Mutter noch?
Stuwo
02.04.2016, 15:41
Ja, die Mutter lebt noch, aus ihren Unterlagen geht hervor, dass bis zum Jahr 2000 ein Betrag von 27000 dm schuldig ist. Konnte ihm nicht mitgeteilt werden weil keine Adresse angegeben war.

Also was würdest du vorschlagen als weiteres Vorgehen.

Unterhalt für mich kam vom Amt.


fridolin
02.04.2016, 16:43
Mein Vorschlag:

Gang zum Standesamt.

Ist der sog. Erzeuger als solcher standesamtlich erfasst?
Ist das auf dem Standesamt beurkundet?

Wenn nicht, dann die Vaterschaft bestreiten.
Dann muss der Vater beweisen, dass er der Vater ist.

Wenn das beurkundet ist, dann

zweigleisig vor gehen.

1. Auskunft geben
2. Gleichzeitig grobe Unbilligkeit nach § 1611 BGB geltend machen


§ 1611
Beschränkung oder Wegfall der Verpflichtung

(1) Ist der Unterhaltsberechtigte durch sein sittliches Verschulden bedürftig geworden, hat er seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen gröblich vernachlässigt oder sich vorsätzlich einer schweren Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen nahen Angehörigen des Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht, so braucht der Verpflichtete nur einen Beitrag zum Unterhalt in der Höhe zu leisten, die der Billigkeit entspricht. Die Verpflichtung fällt ganz weg, wenn die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre.

Alle verfügbaren Unterlagen über das Nichtzahlen des Unterhalts und die Aussage der Mutter in Kopie mitschicken.



Stuwo
02.04.2016, 17:18
Nun stellt sich mir die Frage, muss ich überhaupt Auskunft geben. Es würde sich ja nicht um meinen Erzeuger handeln.
fridolin
02.04.2016, 18:28
muss ich überhaupt Auskunft geben. Es würde sich ja nicht um meinen Erzeuger handeln.
---
Wenn er nicht als Erzeuger beurkundet ist, dann keine Auskunft.
Stuwo
03.04.2016, 15:16
Hallo,
Abschrift zur Anerkennung der Vaterschaft gefunden. Das Datum Der Anerkennug fand ca ein Monat nach meiner Geburt statt.
Somit hat sich die Anfrage beim Standesamt erledigt, richtig?

Aber ich habe noch weitere Unterlagen von meiner Mutter erhalten.
Aus diesen geht hervor, dass bereits im Jahr 1988 ein Betrag von über 4000 DM schuhldig war. Als Info, ich wurde im Jahr 1985 geboren.

die Dokumente reichen bis in das Jahr 2000 mit einer Gesamtsumme von 27000 DM.

Für das weitere Vorgehen, jetzt auf 1611 BGB berufen mit oder ohne Einsendung der Unterlagen?

Vielen Dank und Grüße
fridolin
03.04.2016, 18:30
Somit hat sich die Anfrage beim Standesamt erledigt, richtig?
---
Ich würde trotzdem eine Abstammungsurkunde beim Standesamt anfordern. Kostet nicht die Welt.

Laut Wikipedia:

===============
Die Abstammungsurkunde war eine Personenstandsurkunde nach deutschem Recht zum Nachweis der Geburt eines Kindes.

Der Hauptzweck der Abstammungsurkunde war, Eheverbot bei adoptierten Kindern festzustellen. Da dieser kaum praktische Bedeutung hatte, wurde die Abstammungsurkunde zum 1. Januar 2009 durch das Personenstandsrechtsreformgesetz abgeschafft.

Abstammungsurkunden wurden bis zum 31. Dezember 2008 von dem Standesamt ausgestellt, das die Geburt beurkundet hat. Sie enthielt unter anderem den Namen des Kindes, das Geschlecht, das Geburtsdatum, den Geburtsort und die Namen der Eltern. In einer Abstammungsurkunde werden auch eventuelle Änderungen, die seit der Geburt des Kindes eingetreten sind, beispielsweise Adoption oder Namensänderung, aufgeführt.

Abstammungsurkunden waren Urkunden, die die tatsächliche Abstammung wiedergeben. Bei Eheschließungen war eine Abstammungsurkunde erforderlich, da nur daraus hervorging, wer die leiblichen Eltern sind. Seit 2009 wird stattdessen bei der Eheschließung ein "beglaubigter Registerausdruck des Geburtseintrags" verlangt, der auch Informationen über die leiblichen Eltern enthält. In der Geburtsurkunde sind hingegen nur die „rechtlichen Eltern“ enthalten, insbesondere die Adoptiveltern.

Die biologische Vaterschaft des laut Abstammungsurkunde oder beglaubigtem Registerausdruck angeblich leiblichen Vaters ist jedoch nicht gesichert.

===============
Wenn in dieser Abstammungsurkunde der Name des Vaters nicht genannt wird, dann ....
Stuwo
03.04.2016, 19:38
So,

was sollte ich nun beantragen?
Auszug aus dem Geburtenregister oder eine Geburtsurkunde?eine Abstammungsurkunde gibt es ja laut dem Text auf Wikipedia nicht mehr.

Und was ist in dem Fall wichtig, rechtlicher oder biologischer Vater?

Danke


fridolin
03.04.2016, 22:01
was sollte ich nun beantragen?
Auszug aus dem Geburtenregister oder eine Geburtsurkunde?eine Abstammungsurkunde gibt es ja laut dem Text auf Wikipedia nicht mehr.

Und was ist in dem Fall wichtig, rechtlicher oder biologischer Vater?
----

Wichtig wäre, wer ist als rechtlicher Vater beurkundet. Bei einer Adoption muss das nicht der biologische Vater sein.

Der biologische Vater wird ja nur für eine Eheschließung benötigt.
Stuwo
04.04.2016, 16:14
Also leider gibt es eine Eintragung und Anerkennung der Vaterschaft.


Also bleibt noch 1611!

Mal eine Frage dazu, ich habe eine dienstunfähigkeitsversicherung die vermögensbildend ist. Zählt der Betrag auch in die mögliche monatliche 5 % Altersvorsorge? Eigentlich ja nicht, oder?primär dient es ja meiner Absicherung um Falle einer dienstunfähigkeit.

Grüße und vielen dank
fridolin
04.04.2016, 17:25
Also bleibt noch 1611!
---
So ist es. Auskunft geben, aber gleichzeitig 1611 geltend machen. Drastisch beschreiben. Am besten alle Beweise, Dokumente, Aussage der Mutter usw. in Kopie gleich mitschicken.
fridolin
04.04.2016, 17:27
Mal eine Frage dazu, ich habe eine dienstunfähigkeitsversicherung die vermögensbildend ist. Zählt der Betrag auch in die mögliche monatliche 5 % Altersvorsorge?
--
Der Anteil, der vermögensbildend ist sicher. Die Versicherung kann den Anteil bestätigen. Ich würde dort anfragen und das Problem schildern.
fridolin
04.04.2016, 17:31
Reinigung und Beschaffung Dienstkleidung:
70
---
Ist das eine typische Dienstkleidung, deren Tragen vorgeschrieben ist?
fridolin
04.04.2016, 17:42
Kindsunterhalt bei nicht verheirateten Paar in gemeinsamer Wohnung zur Miete
386 Euro abzüglich 190 Euro Kindergeld, entspricht 98 Euro, richtig?
----
Kommt darauf an:

Wenn die Kindesmutter kein Einkommen hat und sich um das Kind kümmert, dann die Anerkennung von 196 EUR fordern.

Wenn die Kindesmutter ein ähnlich hohes Einkommen hat, dann könnte man in der Düsseldorfer Tabelle von der Summe der Einkommen aus gehen. Dann wird die Kindesmutter evtl. ihr Einkommen offen legen müssen. Macht aber m.E. nichts, kann nicht angerechnet werden.

Wenn das Kind zusätzlich im Kindergarten, Tagesmutter, o.ä. betreut wird, kann man diese Kosten auch angeben.
fridolin
04.04.2016, 17:44
Was ist mit Kfz Steuer und Kfz Versicherung?
Auch anrechenbar?
---
Angeben sollte man es, ist aber in der Regel in den Kosten des Kfz enthalten.

Man sollte alles angeben, damit sie ein Erfolgserlebnis haben, wenn sie streichen können.
Stuwo
04.04.2016, 17:50
Gehen wir nochmal von der Versicherung wegen Dienstunfähigkeit aus. Werden diese dann den 5 Prozent zur Altersvorsorge angerechnet? Das hoffe ich eben nicht.

Zum Kindsunterhalt, also das Gehalt der Mutter + mein Gehalt und dann den Satz aus der DD Tabelle?

Sie ist auch Beamtin, somit würde da schon ein höhere Betrag stehen....
fridolin
04.04.2016, 18:00
Zum Kindsunterhalt, also das Gehalt der Mutter + mein Gehalt und dann den Satz aus der DD Tabelle?
---

So sehe ich das. Der Kindesunterhalt ist der Unterhalt, den das Kind von den Eltern einfordern kann, denn es möchte ja an deren Einkommen teil nehmen.

Die Düsseldorfer Tabelle enthält Mindestsätze. Wenn man es begründen kann, kann man auch höhere Sätze geltend machen, z.B. besondere Betreuung, Nachhilfe, usw. Der eigene Nachwuchs hat Vorrang vor einem Erzeuger, der nie Unterhalt gezahlt hat.
fridolin
04.04.2016, 18:05
Gehen wir nochmal von der Versicherung wegen Dienstunfähigkeit aus
---
Kommt auf die Versicherung an.
Wenn am Schluss nach Ablauf der Versicherung kein Dienstunfähigkeit eingetreten ist und Geld ausgezahlt wird, dann wird dieser Anteil sicher als AVV gerechnet.

Ich gehe aber davon aus, dass die Versicherung eine Dienstunfähigkeit einkalkuliert und dieser Anteil nicht zur Vermögensbildung verwendet wird. Dieser Anteil darf nicht angerechnet werden.

Einfach von der Versicherung bestätigen lassen, welcher Anteil für die reine Dienstunfähigkeit einkalkuliert ist.
Stuwo
04.04.2016, 18:23
Meine Frage zu beruflichen Aufwendungen. Ich bin Beamter einer Feuerwehr, dazu gehört auch dienstsport. Steht sogar in der täglichen dienstplanung. Aber gibt keine Sportkleidung vom Amt. Anrechenbar?
fridolin
04.04.2016, 22:37
Aber gibt keine Sportkleidung vom Amt. Anrechenbar?
--
M.E. ja. Berufsbedingte Ausgaben bereinigen das Einkommen.
fridolin
05.04.2016, 08:09
M.E. ja. Berufsbedingte Ausgaben bereinigen das Einkommen.
---
Aber man zumindest damit rechnen müssen, dass Sportkleidung zunächst abgelehnt. Man könnte Sportkleidung ja auch privat nutzen.

Wird sie steuerlich anerkannt?
Wenn ja, dann wäre das ein Hinweis, dass sie berufsbedingt ist.
Im Zweifel soll der Dienstherr die Notwendigkeit der Sportkleidung bestätigen und das sie nicht zur Verfügung gestellt wird.

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