Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Forum Elternunterhalt >> Elternunterhalt >> Bafög Rückzahlung als Mehrbedarf anrechenbar?

Thema: Bafög Rückzahlung als Mehrbedarf anrechenbar?

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Controller
10.10.2016, 10:16
Wenn der Unterhaltspflichtige, das Bafög für seinen Sohn zurückzahlen muss, da das Bafög-Amt später feststellt, dass das Einkommen zu hoch war ( Bafög wurde unter Vorbehalt gezahlt ), ist diese Summe bei der Einkommensberechnung für den Elternunterhalt abziehbar, so wie z.B. eine Steuernachzahlung?

Beispiel:

Jahr 01: Bafög-Zahlung auf Grund von Einkommensschätzung 5.000 Euro. Kein Elternunterhalt, da unter Freibetrag.

Jahr 02: Bafög-Amt stellt fest, das Einkommen war zu hoch, Rückzahlung von 5.000 Euro fliessen. Neuer Anfrage vom Sozialamt für Elternunterhalt. Das Gehalt in 02 hat sich verdoppelt.

Ich hoffe, es ist einigermassen verständlich :-)))
Controller
14.10.2016, 09:33
Nochmal nachhaken
Ich wollte nochmal nachbohren, wie eure Meinung ist. An dieser Stelle sehe ich erheblichen Gestaltungsraum, die Elternunterhalt zu reduzieren.
marhin
14.10.2016, 11:47
Wenn der Unterhaltspflichtige, das Bafög für seinen Sohn zurückzahlen muss, da das Bafög-Amt später feststellt, dass das Einkommen zu hoch war ( Bafög wurde unter Vorbehalt gezahlt ), ist diese Summe bei der Einkommensberechnung für den Elternunterhalt abziehbar, so wie z.B. eine Steuernachzahlung?
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seit wann müssen Eltern die Bafög-Leistungen an ihre Kinder zurückzahlen?


im übrigen gilt folgendes, der Unterhalt gegenüber den eigenen Kindern ist in der Düsseldorfer Tabelle festgelegt, und die Rückzahlung gehört nicht zum Bedarf der Kinder
marhin
14.10.2016, 12:04
ist diese Summe bei der Einkommensberechnung für den Elternunterhalt abziehbar, so wie z.B. eine Steuernachzahlung?

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für die eigenen Kinder ist der augenblickliche Bedarf abzuziehen, der steht, wie bereits gesagt in der DT

ein eventueller Bedarf aus der Vergangenheit erhöht nicht den augenblicklichen

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eine Steuernachzahlung oder Rückerstattung ist im augenblicklichen Jahr entsprechend anzurechnen, betrifft jedoch nicht den Bedarf des Unterhaltspflichtigen, sondern seine Leistungsfähigkeit

das sind 2 verschiedene Paar Schuhe, nicht miteinander zu vergleichen
Controller
14.10.2016, 13:46
Zum Zeitpunkt der Bafög - Entscheidung hat der Unterhaltspflichtige ein geringes Einkommen gehabt. Somit hat das Kind Bafög erhalten. Durch einen Job-Wechsel kam es zu erheblichen Gehaltserhöhungen. Da das Bafög unter Vorbehalt bezahlt wird, wird dies nun zurückzubezahlen sein.

Der Unterhaltspflichtige zahlt den Höchstsatz nach der Düsseldorfer Tabelle.

Wenn ich Dich richtig verstehe, muss der Unterhaltspflichtige den hohen Betrag an, unter Vorbehalt, gezahlten Bafög, aus seinem bereinigten Netto von 1.800,00 zahlen?

Ok, dann ist das wohl so.
marhin
14.10.2016, 14:01
Wenn ich Dich richtig verstehe, muss der Unterhaltspflichtige den hohen Betrag an, unter Vorbehalt, gezahlten Bafög, aus seinem bereinigten Netto von 1.800,00 zahlen?

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du wirst mir zustimmen, das

der augenblickliche Kindesunterhalt (Regelunterhalt, Mehrbedarf, Sonderbedarf) gemäß DT entspricht den augenblicklichen Bedarf des Kindes
die Rückzahlung durch den Unterhaltspflichtigen (Bafög) aus der Vergangenheit erhöht den augenblicklichen Bedarf des Kindes jedoch nicht, oder?

....

aus diesem Grund kann dies nicht abgesetzt werden

somit fällt die Rückzahlung nicht unter Kindesunterhalt

oder anders ausgedrückt, gelebt ist gelebt
das wäre sonst Unterhalt für die Vergangenheit







Controller
14.10.2016, 14:41
@marhin

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