Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Selbstständig Altersvorsorge Berechnungsgrundlage

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Controller
05.03.2016, 09:07
Von wegen Handels-und Steuerrecht ist schwierig :-), Familienrecht ist ein Grauen :-)

Herr Meier hat Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit

Einkommen Jahr 01: 80.000,00 € gezahlte Altersvorsorge 25% ( 20.000,00 € )
Einkommen Jahr 02: 70.000,00 € gezahlte Altersvorsorge 25% ( 17.500,00 € )
Einkommen Jahr 03: 60.000,00 € gezahlte Altersvorsorge 25% ( 15.000,00 € )
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DURCHSCHNITT : 70.000,00 €
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Einkommen Jahr 04: 50.000,00 € gezahlte Altersvorsorge 25 % ( 12.500,00 €)

Im Jahr 04 bekommt Herr Meier eine erneute Anfrage zur Auskunftsersuchung.

Datum der jetzigen Auskunftsersuchung: 15.02.2016
Datum der letzten Mitteilung, das nicht gefordert wird: 27.02.2015

FRAGE => Wie hoch ist die mögliche, zurückzulegende Altersvorsorge im Jahr 04?

a) Da das durchschnittliche Einkommen als Bemessungsgrundlage ermittelt wurde, kann Herr Meier bis zu 25 % des durchschnittlichen Einkommens in die Altersvorsorge einzahlen, ohne das es schädlich wird.

b) Da das IST-Einkommen nur 50.000,00 € beträgt, kann er auch nur von diesem Betrag in die AV speisen.
marhin
05.03.2016, 09:19
wenn hier von "Einkommen" bei Selbständigkeit die Rede ist, was ist damit gemeint?

- Einkommen im Sinne von "Gehalt", beispielsweise als Geschäftsführer, oder
- Einkommen im Sinne von Gewinn

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trifft das 1. zu, dann verstehe ich nicht, warum das "Einkommen" sinkt

oder ist es eine Mischform aus "Gehalt", was dies auch immer im Einzelnen bedeutet, und Gewinnausschüttung
Controller
05.03.2016, 09:34
@marhin

Das Einkommen bei einem 100 % GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer ist das monatliche Gehalt zzg. der Jahresüberschuss der GmbH, welches nicht ausgeschüttet würde. (Ansonsten würde der Gesellschafter eine hohe Gestaltungsmöglichkeit haben.)

Das monatliche Einkommen ist gesunken, da das Gehalt angepasst werden musste. Die Umsätze sind gefallen, Aufträge sind eingebrochen.

Das kann sich natürlich auch wieder ändern. Jedoch ist der Markt im Web-Design schwierig und der Umsatz wird sich in den nächsten 5 Jahren kaum erholen.

marhin
05.03.2016, 09:34
Grundsätzlich gilt

- bei Unterhalt für die Vergangenheit werden auch die Einkünfte der Vergangenheit als Grundlage genommen

- bei Unterhalt für die Zukunft ist eine Prognose durchzuführen, wie sich die zukünftige Entwicklung des Einkommens darstellen könnte, als Ausgangsbasis wird die augenblickliche Situation genommen

Controller
05.03.2016, 09:40
@ Marhin

Wenn DAS so stimmt, dann ist das eine Katastrophe.

Der SHT rechnet sich das Einkommen anhand des Durchschnitts "hoch", erkennt aber nur Ausgaben an, auf Grundlage der IST-Situation. So kommt es unweigerlich mathematisch immer zu Unterhaltszahlungen, wenn das Gehalt sinkt.

Herr Müller würde dann auch gerne 25 % des durchschnittlichen Einkommen in die Altersvorsorge zahlen.

Der umgekehrte Fall ist interessant, wenn der Durchschnitt nur bei 50.000 liegt, das IST-Gehalt jedoch bei 100.000 und Herr Müller 25 % von 100.000 einzahlt. Dann sagt sicher der SHT, "zuviel".

PS: Familienrecht fängt doch langsam an Spass zu machen ;-)
marhin
05.03.2016, 11:25
Der SHT rechnet sich das Einkommen anhand des Durchschnitts "hoch", erkennt aber nur Ausgaben an, auf Grundlage der IST-Situation. So kommt es unweigerlich mathematisch immer zu Unterhaltszahlungen, wenn das Gehalt sinkt.
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diese Berechnung entbehrt jeglicher Grundlage, das ist vorerst festzuhalten


nur weil für die letzten 3 Jahre Auskunft verlangt wird, bei Selbständigen, bedeutet dies nicht, das diese Auskunft auch zur Berechnung beim Elternunterhalt gilt
Begründung:
es handelt sich nicht um Ehegattenunterhalt, da wird diese Auskunft herangezogen, um die ehelichen Lebensverhältnisse zu klären,
sondern hier geht es hier um Sozialhilferegress, da spielt die Vergangenheit nur eine untergeordnete Rolle
entscheidend ist die heutige Situation und wie wird die Zukunft aussehen >
Prognose
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bevor ich weitere Ausführungen mache, eine Frage

ab wann wird denn Unterhalt gefordert, ab 02/2016, oder ..?
Controller
05.03.2016, 11:38
@marhin

Darauf spekuliert der Pflichtige zur Zeit auch. Nachweislich erwirtschaftet die Gesellschaft seit 6 Monaten KEINE Umsätze und die Prognose sieht sehr schlecht aus. Dies wurde dem SHT mitgeteilt, eine Antwort ist offen.

Zur Zeit hat der SHT nur mitgeteilt, dass er 500 Euro verauslagt. Gleichzeitig wurde Auskunft über die Berechnung gefordert, Rentenbescheide, Pflegekosten, Zusammensetzung der Investitionskosten, plus Akteneinsicht. Da der Betrag vor 2 Jahre noch bei 200 Euro lag, geht der Pflichtige von einer Veränderung der Pflegestufe aus. Da ist jedoch noch zu prüfen.

In Zukunft möchte der Pflichtige sein Gehalt den "Marktgegebenheiten" anpassen.



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