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Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Schenkung der eigenen Eltern bei Unterhalt für SchwieMu

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MaDaCa
17.01.2016, 16:56
Hallo,

mein Mann und ich müssen für seine Mutter Pflegegeld zahlen.
Nun ziehen meine Eltern aus ihrem Haus aus und wollen es mir in Form einer Schenkung übertragen.
Unser Haus (mein Eigentum) würden wir verkaufen und den Erlös in die Renovierungskosten stecken.

Nun die Fragen:
Kann das SA aus der Schenkung Forderungen stellen?
Wir bewohnen nun ein ca. 90 qm großes Einfamilien-Reihenhaus und würden dann in eine Doppelhaushalte ziehen, die ca. 160 qm Wohnfläche hat.
Kann das SA bestimmen, ob ein Haus zu groß für eine 3-köpfige Familie ist?

Kann das SA Forderungen aus dem Verkauf unserer jetzigen Immobilie stellen?
Und wie sieht es aus, wenn wir den Verkaufserlös nicht komplett in die Renovierung stecken und noch was übrig bleibt?

Es steht noch die Überlegung im Raum, unser Haus nicht zu verkaufen sondern zu vermieten, (damit wir später wieder hierher zurück können, wenn das Kind aus dem Haus ist und wir nicht mehr so viel Platz brauchen) und dann die Mieteinkünfte als Tilgung für das Darlehen einzusetzen, das wir dann für die Renovierungskosten aufnehmen würden.

Gibt es sonst noch irgendwelche Haken, die ich nicht bedacht habe und mit denen wir rechnen müssten?

Vielen Dank im voraus für die Hilfe.

MaDaCa

fridolin
17.01.2016, 21:53
mein Mann und ich müssen für seine Mutter Pflegegeld zahlen.
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Bezahlen muss im Prinzip nur der unterhaltspflichtige Mann aus seinem Einkommen. Allerdings steht dann für den Familienunterhalt weniger zur Verfügung. Insofern kann ich verstehen, dass mancher Ehepartner meint, er müsste auch bezahlen.
fridolin
17.01.2016, 21:56
Nun ziehen meine Eltern aus ihrem Haus aus und wollen es mir in Form einer Schenkung übertragen.
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Diese Schenkung geht in das alleinige Vermögen der Ehefrau über. Das Vermögen der Schwiegertochter geht aber die Schwiegermutter nichts an und ist für den SHT tabu.
fridolin
17.01.2016, 21:57
Kann das SA aus der Schenkung Forderungen stellen?
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Also eindeutig nein.
fridolin
17.01.2016, 22:04
Wir bewohnen nun ein ca. 90 qm großes Einfamilien-Reihenhaus und würden dann in eine Doppelhaushalte ziehen, die ca. 160 qm Wohnfläche hat.

Kann das SA bestimmen, ob ein Haus zu groß für eine 3-köpfige Familie ist?
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Nein, aber durch das Bewohnen eines größeren Hauses eventuell noch in einer besseren Wohngegend mit höheren Mieten könnte man jetzt einen höheren Wohnvorteil ansetzen. Das wiederum könnte zu höherem EU führen.


fridolin
17.01.2016, 22:09
Kann das SA Forderungen aus dem Verkauf unserer jetzigen Immobilie stellen?
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Das kann man aus den vorliegenden Fakten nicht sagen. Je nachdem wie hoch das sonstige Vermögen des UHP ist, könnte ein Sachbearbeiter auf diesen Gedanken kommen.

Ich glaube jedoch, dass das mit einem guten Anwalt abgewehrt werden könnte.
fridolin
17.01.2016, 22:23
Es steht noch die Überlegung im Raum, unser Haus nicht zu verkaufen sondern zu vermieten, (damit wir später wieder hierher zurück können
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Mieteinnahmen sind Einkommen. Aus Vermögen wird die Ehefrau nicht zur Kasse gebeten, aus Einkommen schon, aber wie schon oben gesagt nur indirekt über das Familieneinkommen.

Unterhaltstechnisch wäre es besser, im jetzigen Haus zu bleiben.

Die nicht unterhaltspflichtige Ehefrau könnte ihr eigenes Haus nach eigenem Gutdünken z.B. gut verkaufen. An dieses Geld käme das Sozialamt nicht heran.

Würde sie es vermieten, entstünde wiederum Einkommen, auf das das SA zugreifen würde.

Eventuelle Lösung: Das Haus wird dem Enkel geschenkt.
fridolin
17.01.2016, 22:25
Gibt es sonst noch irgendwelche Haken, die ich nicht bedacht habe und mit denen wir rechnen müssten?
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Haken gibt es immer. Ohne genaue Kenntnis dieses Falles, d.h. Einkommens- und Vermögenssituation usw. kann man nichts darüber aussagen.
QuerDenker
18.01.2016, 19:28
17.01.2016, 21:57Kann das SA aus der Schenkung Forderungen stellen?
----

Also eindeutig nein.




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Bezüglich der Schwiegermutter nicht.

Aber deine eigenen Eltern, Vater, Mutter oder gar beide können zukünftig auch von Pflegebedürftigkeit betroffen sein.
Dann kann es schon Forderungen geben.

§§ 528 ff BGB

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