Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


Ratgeber Elternunterhalt

4.5 von 5 Punkten


(666 Kundenrezensionen)
 

Thema: Gehaltsnachweis

Um zu diesem Thema einen Beitrag zu verfassen, müssen Sie angemeldet sein. Jetzt anmelden

Keller
27.10.2015, 08:01

Mal angenommen das SA möchte neben dem Steuerbescheid noch eine Gehaltsnachweis (monatliche Aufstellung) des Arbeitgebers haben.

Nun hat der UHP sich vor fünf Monaten von seinem Arbeitgeber „getrennt“ und möchte auch nicht mehr mit diesem Arbeitgeber in Kontakt treten.
Ist der UHP verpflichtet auch von diesem Arbeitgeber sich eine Gehaltsaufstellung zu besorgen, obwohl das Arbeitsverhältnis seit fünf Monaten nicht mehr besteht….

Oder....ist der Arbeitgeber überhaupt verpflichtet so eine Aufstellung zu erstellen, obwohl der Arbeitnehmer dort nicht mehr beschäftigt ist ??
fridolin
27.10.2015, 17:38
Nun hat der UHP sich vor fünf Monaten von seinem Arbeitgeber „getrennt“ und möchte auch nicht mehr mit diesem Arbeitgeber in Kontakt treten.
Ist der UHP verpflichtet auch von diesem Arbeitgeber sich eine Gehaltsaufstellung zu besorgen, obwohl das Arbeitsverhältnis seit fünf Monaten nicht mehr besteht….
---
Der UHP sollte dem SHT den Sachverhalt so mitteilen und ihn bitten vom gegenwärtigen Einkommen auszugehen.

Er sollte darauf hin weisen, dass für die Berechnung seiner Leistungsfähigkeit nur das gegenwärtige und zukünftige Einkommen eine Rolle spielen kann, da Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit immer gleichzeitig vorliegen müssen.
Mathilde
27.10.2015, 21:48
Gehaltsabrechnungen
Wenn es sich für den UHP finanziell lohnt, könnte man auch die einzelnen monatlichen Gehaltsabrechnungen einreichen. Mathilde ist der Meinung, dass beim Arbeitgeber keine Auskunft verlangt werden darf. Das wäre gegen den Datenschutz, außerdem ist der UHP der Ansprechpartner und nicht sein Arbeitgeber
QuerDenker
28.10.2015, 13:46
Zunächst möchte ich Fridolin's korrekten Hinweis aufgreifen. Die Einkommensermittlung hat den Zweck, dass zukünftige Einkommen so genau wie möglich zu schätzen. Es soll ja Unterhalt für die Zukunft gezahlt werden.
Üblicher Weise macht man das an Hand der letzten 12 Monate. Aber es macht do wenig sin, wenn ich beim alten AG 2000,- Netto hatte und bei neuen nun 3000,-, oder umgekehrt. Dann legt man eben nur das neue Einkommen zugrunde.

"Das wäre gegen den Datenschutz, außerdem ist der UHP der Ansprechpartner und nicht sein Arbeitgeber"

Das hat der Gesetzgeber sich anders gedacht und hat dem SHT hier eine Norm geschaffen, § 117 Abs. 4 SGB XII.

"Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Träger der Sozialhilfe über die Art und Dauer der Beschäftigung, die Arbeitsstätte und das Arbeitsentgelt der bei ihm beschäftigten Leistungsberechtigten, Unterhaltspflichtigen und deren nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner sowie Kostenersatzpflichtigen Auskunft zu geben, soweit die Durchführung dieses Buches es erfordert."

Wenn ein zur Auskunft verpflichteter seiner Pflicht also nicht nachkommt, dann kann sich der SHT auch an den AG wenden.

Um zu diesem Thema einen Beitrag zu verfassen, müssen Sie angemeldet sein. Jetzt anmelden

 

Sie haben noch Fragen?
Dann holen Sie sich die Antwort: 0900-11 22 11 44
Der Anruf kostet Sie aus dem Festnetz der deutschen Telekom nur 2,99 €/Minute, Preise aus anderen Netzen können abweichen