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Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Schonvermögen bei eigenem geringen Einkommen

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Brinni
22.10.2015, 21:50
Grundfrage: Welches Schonvermögen ist maßgebend wenn der Unterhaltspflichtige selbst nur ein geringes Einlommen hat, aber ein entsprechendes Vermögen hat?
Weitere Fragen: Gilt nur das Vermögen der Unterhaltspflichtigen oder das Gesamtverögen aus der Ehe? Wird überhaupt das Vermögen der Ehe zur Berechnung herangezogen? Ich vermute, dass bei dem folgenden Beispiel eine entsprechende Verrentung den Vermögens einsetzen wird, oder?
Beispiel:
Forderung Sozialamt: 800€
Pflegebedürftiger: Vater ( Alter 85) der Ehefrau
Unterhaltspflichtige: Ehefrau Alter 50Jahre/ ( 450 Euro Job)( Vermögen ca. 140.000€ + nicht bewohnte Immobile+ Ländereien, Wert ca.100.000, )
Ehemann: Jahresbrutto: 55.000€ ( Vermögen ca. 140.000)
fridolin
22.10.2015, 21:52
Gilt nur das Vermögen der Unterhaltspflichtigen oder das Gesamtvermögen aus der Ehe?
---
Wenn überhaupt Unterhalt aus Vermögen gefordert werden könnte, dann nur aus dem Vermögen der UHP.
fridolin
22.10.2015, 21:56
Forderung Sozialamt: 800€
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Was ist das für eine Forderung?
Sollen 800 EUR EU aus Vermögen gezahlt werden?
fridolin
22.10.2015, 21:58
Unterhaltspflichtige: Ehefrau Alter 50Jahre/ ( 450 Euro Job)( Vermögen ca. 140.000€
----
Bei einem 450 EUR Job, wo kommt das Vermögen her?
Ist eine Rente zu erwarten? Wenn ja, wie hoch wird sie in etwa sein?
fridolin
22.10.2015, 22:02
Unterhaltspflichtige: Ehefrau Alter 50Jahre/ ( 450 Euro Job)( Vermögen ca. 140.000€ + nicht bewohnte Immobile+ Ländereien, Wert ca.100.000, )
Ehemann: Jahresbrutto: 55.000€ ( Vermögen ca. 140.000)
----

Das Vermögen des Ehegatten ist außen vor.

Nettoeinkommen des Ehemanns ca. 2800 EUR monatlich. Kommt das hin?
Brinni
22.10.2015, 23:36
Antworten zu den neuen Fragen:
Nettoeinkommen des Ehemanns ca. 2800 EUR monatlich. Kommt das hin

Nein: ca. 4000€ / Bereinigt ca. 3500

Bei einem 450 EUR Job, wo kommt das Vermögen her?

zurückliegende Erbschaft.


Was ist das für eine Forderung?
Sollen 800 EUR EU aus Vermögen gezahlt werden?

Offene Betrag zur Plfegeleistung des Wohnheims.
fridolin
23.10.2015, 00:12
4000,00 EUR Netto bei 55.000 EUR Jahresbrutto???
(55.000 EUR/12 = 4583 EUR)

Wie kommt man da auf 4000 EUR?


Geht man von einem bereinigten Einkommen des Ehegatten von 3500 EUR aus, wäre mit ca. 40 EUR EU aus Einkommen zu rechnen.

Vielleicht gibt es ja weitere Ausgaben, die bereinigend berücksichtigt werden könnten. Es wären beim Ehemann 10% sekundäre Altersvorsorge mögliche, Versicherungen, erhöhte Miete, berufsbedingte Ausgaben, u.ä.

Mal überlegen und alles auflisten.

Weitere Fragen:

Gibt es eine selbstbewohnte Immobilie?


Zur Frage des Schonvermögens:

War die UHP mal Vollzeitbeschäftigt?
Wann? Wie lange? Wie hoch war ihr letztes Bruttoeinkommen?
Welche Altersrente hat sie zu erwarten?
Brinni
23.10.2015, 11:33
Anmerkung zu den bisherigen genannten Zahlen. Es handelt sich nur um grob geschätzte Zahlen aus dem Gedächtnis. Mir geht es ja eigentlich darum die Grundfrage zu klären, ob das Vermögen des UHP herangezogen wird oder außen vor ist.

Antworten auf die zuletzt gestellten Fragen.
Weitere Fragen:

Gibt es eine selbstbewohnte Immobilie?
Ja, schuldenfrei,200 m2 Wohnfläche

Zur Frage des Schonvermögens:

War die UHP mal Vollzeitbeschäftigt?
Ja, ca. 10. Jahre

Wann? Wie lange? Wie hoch war ihr letztes Bruttoeinkommen?
1983 bis 1993 / Bruttoeinkommen ca. 25.000 "DM"
Welche Altersrente hat sie zu erwarten?
ca. 700 € ( Kindererziehungszeiten ( 3 Kinder, 2 davon noch in der Ausbildung, 1 davon nicht mehr im Haushalt sondern eigene Studentenwohnung, welche voll durch uns finanziert wird), erbrachte Pflegedienstleistungen einer anderen Person haben auch zur Erhöhung beigetragen)
fridolin
23.10.2015, 15:07
Mir geht es ja eigentlich darum die Grundfrage zu klären, ob das Vermögen des UHP herangezogen wird oder außen vor ist.
---
Um das beantworten zu können braucht man schon genauere Zahlen und Fakten.

Wie es aus sieht, wird dem Einkommen noch ein Wohnvorteil als fiktives Einkommen zugerechnet werden. 200 qm muss man sich nicht anrechnen lassen, aber mit 120 qm muss man schon rechnen.

Sollte der qm-Preis, den man für eine gleichwertige Immobilie in gleicher Lage bezahlen muss, bei 6 EUR liegen, so kommen zum Einkommen noch mal 120 qm *6 = 720 EUR dazu. Wenn das Haus dem Ehepaar je zur Hälfte gehört, dann wären das je 360 EUR. Dadurch würde der geforderte EU aus Einkommen steigen.

2 Kinder in der Ausbildung wären unterhaltsberechtigt. Die würden das Einkommen wieder bereinigen. Sind die Kinder im bereinigten Einkommen des Ehegatten bereits enthalten?

Zur eigentlichen Frage: EU aus Vermögen

Ich gehe davon aus, dass der SHT EU aus Vermögen fordern wird, da aus EU aus Einkommen die Deckungslücke von 800 EUR nicht geschlossen wird.

Das Altersvorsorgevermögen der UHP würde ein SHT wahrscheinlich mit der BGH Methode berechnen. Ich gehe sogar davon aus, dass man nur ein Jahreseinkommen von 450 EUR * 12 ansetzen und damit auf ein sehr niedriges AVV (etwa 15.000 EUR - 20.000 EUR) kommen wird. Vielleicht ist man gnädig und gewährt einen Notgroschen von 5000 EUR.

Zumindest habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Es würde mich interessieren, ob das hier wirklich so laufen wird.



Damit sollte man aber nicht einverstanden sein und sinngemäß folgendes schreiben.

----- Brief an Behörde ---

Sehr geehrter Herr Sachbearbeiter,

mit Ihrer Rechnung bin ich nicht einverstanden. Ich werde den von Ihnen geforderten Betrag nicht zahlen.

Meine eigene Rente wird einmal 700 EUR betragen. Der Mindestselbstbehalt für eine alleinstehende UHP beträgt 1800 EUR. Um auf diesen Betrag zu kommen, muss es mir möglich sein, aus meinem Vermögen monatlich 1100 EUR entnehmen zu können. Da die statistische Lebenserwartung für Frauen ab 67 etwa 20 Jahre beträgt benötige ich ein AVV von mindestens

1100 EUR/Monat * 12 Monate * 20 Jahre = 264.000 EUR.

Die Zinsen sind zu vernachlässigen. Bei der derzeitigen Lage auf dem Kapitalmarkt sind kaum Zinsen zu erzielen.

Mein Vermögen ist mir also zu belassen, sonst ist mein eigener angemessener Unterhalt im Rentenalter gefährdet.


MfG
UHP
------

Der SHT wird damit natürlich auch nicht einverstanden sein, auf 100 Urteile und z.B. auf die Absicherung durch den Ehemann verweisen. Damit begibt er sich aber auf dünnes Eis.

Auch dazu würden mir passende Antworten einfallen.




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