Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


Ratgeber Elternunterhalt

4.5 von 5 Punkten


(666 Kundenrezensionen)
 
Forum Elternunterhalt >> Elternunterhalt >> Elternunterhalt bei Zahlungsunfähigkeit des Nehmers

Thema: Elternunterhalt bei Zahlungsunfähigkeit des Nehmers

Um zu diesem Thema einen Beitrag zu verfassen, müssen Sie angemeldet sein. Jetzt anmelden

chamudscheli
13.10.2011, 17:39
Hallo,

ich bin mir nicht sicher, ob unser Fall zu diesem Thema so richtig passt.

Unser Vater lebt derzeit in der Wohnung meines Bruders und zahlt eine sehr geringe Miete. Er zahlt meiner Mutter (sie sind nicht geschieden) seit ca. 20 Jahren Unterhalt, wie notariell vereinbart.

Bis vor 2 Jahren hatte er in dem Haus, welches er mir vor 13 Jahren in vorgezogener Erbfolge überschrieben hat, ein kostenloses Wohnrecht. Er selber hat an dem Haus seit ca. 25 Jahren nichts mehr getan, sämtliche Reparaturen wurden von meiner Schwester (die 5 Jahre lang vor mir dort gewohnt hat) und dann mir und meinem jetzigen Exmann getätigt. Ich habe in den vergangenen 13 Jahren ca. 200.000 € in Renovierungen und Sanierungen hineingesteckt. Im Jahr 2002 hatten wir dann 1,30 m Kanalwasser im Keller, weil ein Revisionsschachtdeckel defekt war und mein Vater das nie hat reparieren lassen. Zu dem Zeitpunkt des "Unfalls" gehörte das Haus jedoch bereits mir. Und da ich erst wenige Tage vorher von dem Mangel erfahren, ihn aber in der kurzen Zeit noch nicht hatte reparieren lassen, zahlte meine Haftpflichtversicherung meinem Vater einen nicht unbeträchtlichen Betrag - wir erhielten nichts und mussten Heizung, Gefrierschrank, Waschmaschine und Trockner selber bezahlen. Einen Teil des Geldes gab er meinem Bruder, der mit diesem Geld (und einem Kredit auf seinen Namen) eben jene Wohnung kaufte, in der mein Vater jetzt lebt.

Vor ca. 2 Jahren wurde das Zusammenleben mit meinem Vater für mich so schwierig, dass ich ihm mitteilte, dass ich mir anderweitig eine Wohnung suchen würde, woraufhin er ging.

Soweit die Vorgeschichte.
Mittlerweile hat er (eher 80 als 70) bei seiner Bank mehrere Kredite mit einer Höhe von insgesamt ca. 60.000 € aufgenommen, um das Geld verschiedenen Personen zu leihen/ schenken - darunter 2 Frauen aus Serbien oder Bosnien, die er weinen vor einer Kirche traf. Das Geld wird er wohl nie wiedersehen. In den Kreditanträgen hat er nie angegeben, dass er Unterhalt an meine Mutter zu zahlen hat. Jetzt hat er monatlich höhere Verpflichtungen als er verdient (und das tut er nicht schlecht). Zudem besteht die Vermutung, dass eine altersbedingte Demenz vorliegt. Ein Antrag auf Betreuung wurde bereits gestellt.

Kann irgendeine öffentliche Stelle von uns Kindern und seiner leider Nochehefrau Geld einfordern, um seine Schulden und ggf. Pflegekosten zu tragen?

LG
chamudscheli

Um zu diesem Thema einen Beitrag zu verfassen, müssen Sie angemeldet sein. Jetzt anmelden

 

Sie haben noch Fragen?
Dann holen Sie sich die Antwort: 0900-11 22 11 44
Der Anruf kostet Sie aus dem Festnetz der deutschen Telekom nur 2,99 €/Minute, Preise aus anderen Netzen können abweichen