Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Abzahlung fürs Eigenheim erhöhen

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Sonne74
19.05.2015, 12:29
Guten Tag,

wir haben die Unterlagen zur Prüfung der Unterhaltsfähigkeit bereits von dem Sozialamt erhalten.
Wir haben eine gemeinsame Immobilie zur Selbstnuzung, die noch nicht abgezahlt ist. Leider ist der Abtrag des Darlehens geringer als der Wohnwert! Können wir nun noch den Abzahlungsbetrag erhöhen um das Einkommen zu mindern oder ist dies nicht mehr zulässig, da uns die Unterlagen von dem Sozialamt bereits vorliegen?
Und ist es richtig, dass die Tilgung der Immobilie nicht zum Alters Schonvermögen gezählt wird und wir somit die Altersvorsorge (ohne den Tilgungsbetrag pro Jahr) noch auf die 5% vom Bruttogehlat auftsocken können?
Vielen Dank!

LG
marhin
19.05.2015, 12:50
warum wird denn seitens des Sozialamts Unterhalt gefordert?

Leben beide Elternteile noch?

wenn ja, für wen wird gefordert?
fridolin
19.05.2015, 20:01
Leider ist der Abtrag des Darlehens geringer als der Wohnwert!
---
Wie wurde der Wohnwert berechnet?
fridolin
19.05.2015, 20:02
Können wir nun noch den Abzahlungsbetrag erhöhen um das Einkommen zu mindern oder ist dies nicht mehr zulässig
_____
In der Regel nicht zulässig.
fridolin
19.05.2015, 20:06
Und ist es richtig, dass die Tilgung der Immobilie nicht zum Alters Schonvermögen gezählt
----
???? Die Frage ist unklar
Tilgung ist eine Sache, das AVV eine andere.

Richtig ist, dass normalerweise 5% des Brutto für die Altersvorsorge gespart werden dürfen, der Ehegatte 10%. In der Regel sind die Tilgungsbeiträge in diesen 5%, 10% enthalten. Es gibt hierzu jedoch unterschiedliche Rechtsprechung.
Sonne74
26.05.2015, 11:22
1) Unterhalt wird für meinen Schwiegervater gefordert, der seit 3 Jahren im Heim ist wegen Demenz. Beide Elternteile leben noch, sind aber seit 1994 geschieden. Sein Vermögen ist wohl aufgebraucht, daher kam das Schreiben des Sozialamtes. Mein Mann hat seit seinem 18 Lebensjahr gar keinen Kontakt mehr zu seinem Vater, da dieser den Kontakt nicht wollte und auch nach Kontaktaufnahme zur Hochzeit, Geburt der beiden Enkelkinder nie geantwortet hat! Somit hat er seinen Vater seit 29 Jahren nicht gesehen oder gesprochen!!!

2) Der Wohnwert wurde noch nicht berechnet, wir müssen die Unterlagen erst am 01.06 abgeben. Wir haben aber ein großes Einfamilienhaus und somit habe ich den Wohnwert von 860 € angenommen und dem Einkommen hinzugerechnet. Das Haus gehört uns jeweils zur Hälfte und ich konnte meine Hälfte aus meinem Vermögen aufbringen. Das Darlehen mussten wir aber trotzdem zusammen aufnehmen und haben leider nur einen Wert von 760 € zur Zurückzahlung vereinbart, damit mein Mann das aus seinem Einkommen zurückzahlen kann ohne das wir große Einbußen monatlich haben. Wenn möglich, würden wir natürlich lieber die Tilgung fürs Eigenheim erhöhen anstatt Elternunterhalt zu zahlen > ist dies nun noch möglich?


3) In dem Ratgeber stand:

"Expertentipp: Die Gerichte rechnen die erwähnten Tilgungsleistungen für selbstgenutzten Wohnraum beim Elternunterhalt nicht auf die "Freibeträge" für die zusätzliche Altersvorsorge an! Sie können also sowohl Tilgungsleistungen für Ihre selbstgenutzte Immobilie als auch 5% zusätzliche Altersvorsorge von Ihrem Einkommen in Abzug bringen."

Daher die Frage, ob mein Mann zusätzlich zur Tilgung für die eigene Immobilie noch weitere 5% des Bruttogehötes fürs Alter sparen kann ( also z.B. die Sparpläne für Fonds als Altersvorsorge erhöhen kann), oder ob die Tilgung für die Immobilie mit zu den 5% gehören, denn dann wäre er schon drüber!!!

Vielen Dank!

fridolin
26.05.2015, 11:45
Wir haben aber ein großes Einfamilienhaus und somit habe ich den Wohnwert von 860 € angenommen und dem Einkommen hinzugerechnet.

Erscheint mir sehr hoch.
___


Mein Rat:

Nie etwas selbst berechnen. Das ist die Sache des SA.
Einfach angeben " Nicht bekannt". Nur angeben Wohnfläche. Evtl., wenn bekannt den qm-Preis für eine vergleichbare Wohnung in vergleichbarer Lage.



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fridolin
26.05.2015, 11:51
Die Gerichte rechnen die erwähnten Tilgungsleistungen für selbstgenutzten Wohnraum beim Elternunterhalt nicht auf die "Freibeträge" für die zusätzliche Altersvorsorge an! Sie können also sowohl Tilgungsleistungen für Ihre selbstgenutzte Immobilie als auch 5% zusätzliche Altersvorsorge von Ihrem Einkommen in Abzug bringen."
----

Das beruht auf einem Urteil des BGH. Das OLG Düsseldorf hat aber erst vor kurzem bei der gleichen Frage anders geurteilt und nicht einmal die Revision zugelassen.


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