Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Was muß ich berechnen.

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Wolfgang49
20.03.2015, 17:32
Mein 89jähriger Vater lebt seit Januar in einem Altersheim. Monatliche Kosten 3000€ von den meine Eltern aus ihrem Vermögen(60000€ und der monatlichen gemeinsamen Rente in Höhe von 1500€) 1700€ zuzahlen müssen. Zuerst muß natürlich das Vermögen aufgebraucht werden. Meine Mutter lebt weiterhin in meinem Haus in der elterlichen Wohnung. Sie wird von mir mitversorgt und da sie dement mit Pflegestufe 0 ist übernehme ich stellvertretend die alltäglichen Aufgaben. Bin praktisch rund um die Uhr für Sie da. Jetzt stellt sich mir die Frage was ich für ihre Verpflegung, Fahrtkosten usw. berechnen darf ohne das mir das Sozialamt später vorwerfen kann, dass ich mit dem Geld meiner Eltern übertrieben gehaushaltet oder das Vermögen verprasst hätte.
Hatte gestern übrigens einen Termin bei einer Fachanwältin für Elternunterhalt und bin aus dieser Beratung genauso unwissend raus wie reingegangen bin.
Vielen Dank!
marhin
20.03.2015, 20:28
Jetzt stellt sich mir die Frage was ich für ihre Verpflegung, Fahrtkosten usw. berechnen darf

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so ganz verstehe ich die Fragestellung nicht
fridolin
21.03.2015, 08:46
Mein 89jähriger Vater lebt seit Januar in einem Altersheim. Monatliche Kosten 3000€ von den meine Eltern aus ihrem Vermögen(60000€ und der monatlichen gemeinsamen Rente in Höhe von 1500€) 1700€ zuzahlen müssen.

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Man sollte die Renten und das Vermögen der Eltern getrennt betrachten.

Wie hoch ist die Rente und das Vermögen des Vaters?

Könnte er mit seiner Rente und seinem Vermögen das Heim bezahlen?

Wie hoch ist die Rente und das Vermögen der Mutter?


Ist der Sohn von einem Gericht als Betreuer der Eltern bestellt?
Hat er die Vollmacht der Eltern, über deren Renten und Vermögen verfügen zu dürfen?

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Hatte gestern übrigens einen Termin bei einer Fachanwältin für Elternunterhalt und bin aus dieser Beratung genauso unwissend raus wie reingegangen bin.
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Was hat denn diese RA empfohlen?
Wolfgang49
23.03.2015, 19:38
Vielen Dank für die Antwort!
Diese Trennung des elterlichen Vermögens hat die RA auch vorgeschlagen.
Ja ich habe als Sohn durch eine vor Jahren getroffene notarielle Abmachung die Betreuung.
Umgerechnet hat jedes Elternteil 30000,- € Barvermögen.
Mein Vater hat 1200 € und meine Mutter 300 € monatliche Rente.
fridolin
24.03.2015, 01:00
Mein 89jähriger Vater lebt seit Januar in einem Altersheim.
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Ist eine Pflegestufe anerkannt?
Wie hoch ist die monatliche Zuzahlung?
Wolfgang49
24.03.2015, 09:30
Mein Vater hat Pflegestufe 2.
Die monatlichen Heimkosten betragen ca. 3000 €. Somit liegt die monatliche Zuzahlung bei 1700 €.
fridolin
24.03.2015, 13:40
1700 EUR - 1200 EUR Rente => 500 EUR, die aus dem Vermögen des Vaters bestritten werden können, 600 EUR, wenn man von einem Taschengeld von 100 EUR aus geht. Bei 30.000 EUR Vermögen dürfte das Geld ca. 4 Jahre reichen. Danach müsste die Mutter ihr Vermögen für den Vater einsetzen, falls dann noch etwas vorhanden sein sollte.

Und darauf dürfte die ursprüngliche Fragestellung abzielen.

Da hatte schon marhin Verständnisschwierigkeiten, ich nun auch.

Ich fasse mal zusammen:

Die Mutter ist dement, der Sohn muss sich also kümmern.
Die Betreuung durch den Sohn ist offensichtlich nicht durch ein Gericht sondern nur durch einen notariell bestätigten Vertrag bestätigt.

Was steht denn in dem Vertrag?
Welche Leistung haben die Eltern erbracht?
Welche Gegenleistung muss der Sohn laut Vertrag erbringen.

Wohnt die Mutter in einer eigenen abgeschlossenen Wohnung oder in einem Zimmer in der Wohnung des Sohnes?
Welche Leistungen erbringt der Sohn täglich?
Wurde für die Mutter Pflegegeld für häusliche Pflege beantragt/ gewährt?
Wolfgang49
25.03.2015, 07:39
Hallo Fridolin!
Vielen, vielen Dank für Ihre Bemühungen. Das wird ja schon zu einem Dschungel!
1) Vertrag ist von mir wahrscheinlich falsch ausgedrückt. Es ist eine notarielle beglaubigte Betreuungsverfügung. Wird vom Gericht anerkannt, da ich jetzt auch einer freiheitsentziehenden Maßnahme (Bettgitter) für meinen Vater zustimmen und beantragen mußte.
2) Meine Mutter wohnt in einer abgeschlossenen Wohnung innerhalb meines Hauses.
3) Meine täglichen Leistungen sind Erledigung der notwendigen Einkäufe, Zubereitung der Mahlzeiten, 3 x täglich Verabreichung der Medikamente, teilweise Übernahme der hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, Hin- und Rückfahrt zum tägl. Besuch meines Vaters im Altersheim, Erledigung der Bankgeschäfte und notwendige Begleitungen zum Arzt.
4) Mit Pflegestufe 0 (Erheblich eingeschränkte Alltagskompenz) erhält meine Mutter monatlich 231€

Und jetzt komme ich auf meine ursprüngliche Frage zurück. Wie darf meine Mutter mit ihrem Vermögen umgehen, ohne dass später, wenn vom Sozialamt Kostenübernahme der Unterbringung meines Vaters beantragt wird, der Vorwurf kommt "sie hätte das Vermögen bewußt verprasst". Darf meine Mutter sich noch eine Reise gönnen, ein neues Möbelstück kaufen, dem Enkel finanziell beim Führerschein unterstützen usw.?
Nochmals herzlichen Dank!
fridolin
26.03.2015, 13:00
Darf meine Mutter sich noch eine Reise gönnen, ein neues Möbelstück kaufen, dem Enkel finanziell beim Führerschein unterstützen usw.?
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M.E. ja. Es gibt keine Pflicht zur Sparsamkeit. Größere Geschenke könnten zurück gefordert werden, wenn die Mutter selbst Sozialhilfe in Anspruch nehmen sollte. Anstandsgeschenke sind jedoch möglich.

Miete, Nebenkosten fallen an. Der Sohn muss auch nicht unentgeltlich tätig sein.

Ich empfehle jedoch, Buch zu führen und alle Ausgaben der Mutter und Tätigkeiten des Sohnes zu notieren.

Dann kann man im Falle des Falles belegen, wo das Geld der Mutter geblieben ist.
Wolfgang49
26.03.2015, 17:15
Herzlichen Dank!
Ich habe schon begonnen Buch zu führen und glaube das Ihre Aussagen zutreffend sind. werde mich aber nochmal an einen kompetenten Rechtsanwalt wenden.

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