Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Thema: Rückwirkende Erhöhung des Unterhaltsbetrages

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hfischer121
21.02.2015, 12:54
Ich bin für meine Mutter seit 2010 zu Unterhaltszahlungen verpflichtet.
Mitte 2013 habe ich Einspruch erhoben und die Höhe meiner Zahlung in Frage gestellt. Antrag auf Neuberechnung.

Diese Neuberechnung hat nun im Februar 2015 stattgefunden. Mit dem Ergebnis, dass ich leider noch mehr zahlen muss, weil mein Einkommen stärker gestiegen ist als die Kosten, die der Bezirk anerkennt.

Der Gipfel ist nun, dass ich aufgrund meines Antrages der Neuberechnung aus 2013 rückwirkend (20 Monate) den höheren Betrag zahlen muss.

Ist das korrekt?
marhin
21.02.2015, 13:56
in der Regel ist eine rückwirkende Erhöhung nicht rechtmässig, § 1613 BGB

aber hier hat der Unterhaltspflichtige selber an der Schraube gedreht, darum rechtmässig


beachten, der Selbstbehalt ist ab 01/2015 erhöht worden

Single auf 1800 €, Ehepaar auf 3.240 €
Co0304
22.02.2015, 11:44
Angenommen, das Sozialamt hätte berechnet, dass der UP tatsächlich zu viel Unterhalt gezahlt hat, hätte der UP das zu viel gezahlte Geld rückwirkend für die letzten 20 Monate erstattet bekommen? Oder gilt der reduzierte Betrag dann erst ab dem Tag der Neubrechnung??
marhin
22.02.2015, 12:07
ich möchte dies an einem Beispiel erläutern:

angenommen das Sozialamt verlangt 500 €, der Unterhaltspflichtige berechnet seine Leistungsfähigkeit mit 200 €
dann zahlt der Abkömmling die 200 €, und keinen Cent mehr

niemand sollte so blöd sein, mehr zu zahlen, als er aus seiner Sicht zahlen müsste!
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die eigene Berechnung ist entscheidend!

Sozialämter berechnen fast immer zu Ungunsten des Abkömmlings

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in dem geschilderten Fall stellt sich die Frage, bei wem lag der Fehler



marhin
22.02.2015, 12:14
weigert sich das Sozialamt, eventuell zuviel gezahlten Unterhalt zurückzuerstatten, dann wird das Gericht zu entscheiden haben

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ein gravierender Fehler ist immer, den Berechnungen des Sozialamts zu trauen und daraufhin den geforderten Betrag zu zahlen, so blöd sollte niemand sein
hfischer121
22.02.2015, 12:58
O.K. Danke. Meine Frage ist beantwortet. Ich wollte nur wissen, ob auch zu meinen Ungunsten zurück berechnet werden darf. Scheinbar ja...

Die Neuberechnung habe ich ja selbst "verschuldet"...der zu niedrig bezahlte Betrag ergibt sich augenscheinlich erst einmal aus meinem gestiegenen Einkommen udn nicht aus der Art der Berechnung.

In Summe sprechen wir hier über 125 EUR mal 20 Monate...im Vergleich zur Gesamtforderung des Amtes, eher harmlos. :-(

Dazu mache ich eine separate Frage auf.
fridolin
23.02.2015, 15:31
In Sachen Elternunterhalt empfehle ich dieses Forum

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Das ist besser gegliedert, hat Suchfunktionen usw.

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