Elternunterhalt

Wenn Kinder Unterhalt für ihre Eltern zahlen sollen


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Forum Elternunterhalt >> Elternunterhalt >> Mieteinkünfte Berücksichtigung brutto oder netto?

Thema: Mieteinkünfte Berücksichtigung brutto oder netto?

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neverendingstory
17.12.2014, 19:12
Das Sozialamt hat im Februar 2014 ein Kind, welches seit 11 Jahren Einkünfte aus Gewerbebetrieb hat um einen Nachweis der Einfünfte für die letzten drei Jahre also 2011 bis 2013. Das Kind hat beginnend Mai 2013 Mieteinnahmen aus einer Erbengemeinschaft erhalten. Die Summe derv ausgezahlten wurde dem Sozialamt mitgeteilt und explizit darauf hingewiesen, dass diese noch
versteuert werden müssen. Im August erhielt das Kind die Berechnung des Sozialamtes in der die angegeben Betrag lediglich durch 12 geteilt und in voller Höhe ( also brutto = netto) als Einkünfte angesetzt worden ist. Den zu versteuernden Betrag hat das Kind jetzt vom Steuerberater erhalten,
somit den darauf zu zahlenden Steuerbetrag ermittelt und an das Sozialamt geschickt mit der Bitte um Korrektur. Der Betrag würde sich somit um 250 Eur reduzieren. Fakt ist, dass im Jahr 2013 keine Steuer gezahlt wurde. Dies wird erst ein Jahr später fällig. Wie wird das gehandhabt?
Hat man im 1 Jahr einfach Pech gehabt? Das wäre aber total ungerecht, weil ab dem 2. Jahr dann due Einkünfte niedriger und somit der Realität entspricht. Es geht um die Ermittlung eines durchschnitzlichen Einkommens, was aber m. M nach nicht der Fall ist, wenn man die Einlünfte aus einem Jahr Brutto ansetzt wetden.
Frage: muss das Sozialamt das korrigieten? Das Soziamt hat kein Eigeninteresse da es keine SH zahlt . Die Prüfung hatte ergeben , dass der Bedarf zu 100 % aus der Leistungsfähigkeit der Kinder aus deren Einkommen gedeckt wird. Der Anteil des einen Kindes ist aber dadurch viel höher als es sein müsste. Freue mich auf Antworten.

marhin
17.12.2014, 19:58
die unterhaltsrechtlichen Leitlinien der OLG's geben die Antwort:

1.6 Einkommen aus Vermietung und Verpachtung sowie Kapitalvermögen
Einkommen aus Vermietung und Verpachtung sowie Kapitalvermögen ist der Überschuss der Bruttoeinkünfte über die Werbungskosten und notwendige Instandhaltungsrücklagen. Für Wohngebäude ist keine AfA anzusetzen; im Einzelfall kommt stattdessen die Berücksichtigung angemessener Tilgungsleistungen in Betracht.

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ein unterhaltspflichtiges Kind kann selbstverständlich jederzeit eine entsprechende Korrektur verlangen

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Das Soziamt hat kein Eigeninteresse da es keine SH zahlt

?

habe ich nicht verstanden, das Sozialamt verlangt Auskunft, obwohl es keine Sozialhilfe zahlt?

war das so gemeint?
neverendingstory
17.12.2014, 20:34
Win Kind hat einen Antrag auf Sozialhilfe gestellt und das SA dann beide Kinder um Auskunft gebeten. Die Prüfung ergab, dass keine Sozialhilfe gezahlt wird, weil der Bedarf dirch die Leistungsfähigkeit der Kinder vollständig gedeckt wird. Jedem Kind wurde der prozentuale Anteil mitgeteilt mit dem es verpflichtet ist sich sn den Pflegekosten zu beteiligen.

Ihre Antwort hilft mir nicht weiter. Es geht um die Steuern auf diese Einkünfte in 2013. Die Steuern hierauf werden aber erst 2014 zu zahlen sein.
Wenn das Kind Auskunft für 2014 machen müsste, würden sich dann nicht die anteilg ausgezahlten Mieteinnahmen der Erbengemeinschaft in 2014 um die in 2014 gezahlten Steuern für die Mieteinnahmen 2013 sich reduzieren und entsprechen in den nächsten Jahren.

Dann wäre es für das Kind im ersten Jahr total nachteilig, da dann die Auszahlungen - wie jetzt vom auch Sozialamt in voller Höhe also Brutto = Netto angesetzt worden sind.
Ist es jetzt verständlicher ? Das "Problem" ist, dass es zum 1. Mal in 2013 Mieteinnshmen gab gür die es noch keine Steuerbescheide gibt.

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